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Es gibt viele Gründe, warum jemand zum Tempel kommen will. Selbst das Äußere des Gebäudes scheint auf seinen zutiefst geistigen Zweck hinzudeuten. Das wird im Innern freilich noch viel deutlicher. Über der Tempeltür steht zu lesen: „Heilig dem Herrn!” Wenn man einen geweihten Tempel betritt, befindet man sich im Haus des Herrn.
Im Tempel können Mitglieder der Kirche, die sich dafür qualifiziert haben, an den erhabensten Erlösungshandlungen teilnehmen, die dem Menschen je offenbart worden sind. Dort kann man in einer heiligen Zeremonie gewaschen, gesalbt und belehrt werden, man kann die Begabung und die Siegelung empfangen. Sobald jemand diese Segnungen für sich selber erhalten hat, kann er sie für andere empfangen, die gestorben sind, ohne die Möglichkeit dazu gehabt zu haben. Im Tempel werden die heiligen Handlungen für Lebende und Tote gleichermaßen vollzogen.
Die Tempelriten sind heilig
Wer die Schrift aufmerksam liest, wird gewahr werden, daß der Herr nicht allen alles gesagt hat. Die Kenntnis von Heiligem ist auf bestimmte Voraussetzungen bedingt. Dies gilt auch für die Tempelzeremonie.
Wir sprechen außerhalb des Tempels nicht über das, was darinnen geschieht. Es war aber nie beabsichtigt, die Kenntnis der Tempelriten auf ein paar Aus-erwählte zu beschränken, die dann gewährleisten mußten, daß andere nichts davon erfuhren. Genau das Gegenteil ist richtig. Wir strengen uns sehr an, jeden Menschen so weit zu bringen, daß er sich qualifiziert und in den Tempel gehen kann. Wer im Tempel gewesen ist, hat etwas Erhabenes erfahren: Eines Tages wird jeder Mensch, der lebt oder gelebt hat, Gelegenheit bekommen, das Evangelium zu hören und das, was der Tempel ihm zu bieten hat, entweder anzunehmen oder abzulehnen. Wenn eine Ablehnung erfolgt, so muß sie von dem Betreffenden selbst kommen.
Die heiligen Handlungen und Zeremonien des Tempels sind einfach und schön. Sie sind heilig, und es wird darüber nichts verlautbart, damit nicht jemand davon erfährt, der nicht dafür bereit ist. Neugierig zu sein heißt nicht, daß man bereit ist, auch ernsthaftes Interesse nicht. Zur Vorbereitung auf die heiligen Handlungen gehören Glaube, Umkehr, Taufe, Konfirmation, Würdigkeit und die Reife und der sittliche Ernst, die derjenige haben muß, der das Haus des Herrn als geladener Gast betritt.
Alle, die in jeder Hinsicht würdig und qualifiziert sind, können in den Tempel gehen, wo sie die heiligen Riten und Handlungen kennenlernen.
Würdigkeit
Sobald man erkennt, welchen Wert die Tempelsegnungen haben und wie heilig die Handlungen im Tempel sind, wird man die hohen Maßstäbe wohl nicht in Frage stellen, die der Herr an diejenigen legt, die den Tempel betreten möchten.
Um eingelassen zu werden, müssen Sie einen gültigen Tempelschein haben. Dieser Schein muß von den zuständigen Beamten der Kirche unterschrieben sein. Nur wer würdig ist, darf in den Tempel gehen. Ihr Bischof beziehungsweise Zweigpräsident hat die Aufgabe, sich durch bestimmte Fragen Ihrer Würdigkeit zu vergewissern. Dieses Interview ist sehr wichtig, denn Sie haben da Gelegenheit, mit einem ordinierten Diener des Herrn Ihre Lebensweise zu über-prüfen. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, kann Ihnen der Bischof helfen, es zu bereinigen. Auf diese Weise, nämlich bei der Unterredung mit einem allgemeinen Richter in Israel, können Sie erklären, daß Sie würdig sind, mit der Zustimmung des Herrn in den Tempel zu gehen, oder es kann Ihnen geholfen werden, diese Würdigkeit zu erlangen.
Das Interview für den Tempelschein findet zwischen dem Bischof und dem betreffenden Mitglied unter vier Augen statt. Dem Bewerber werden eingehende Fragen zu seinem Verhalten und seiner Würdigkeit und dazu gestellt, ob er der Kirche und ihren Beamten die Treue hält. Er muß erklären, daß er ein sittlich ein-wandfreies Leben führt und das Wort der Weisheit befolgt, daß er seinen Zehnten voll zahlt und gemäß den Lehren der Kirche lebt und mit abgefallenen Gruppen weder Verbindung hat noch sympathisiert. Der Bischof ist unterwiesen worden, daß es ganz besonders wichtig ist, alles, was ein solches Interview angeht, streng vertraulich zu behandeln.
Wenn die Fragen des Bischofs annehmbar beantwortet worden sind, ist damit normalerweise erwiesen, daß der Betreffende würdig ist, den Tempelschein zu erhalten. Falls der Bewerber die Gebote nicht hält oder es in seinem Leben etwas gibt, was in Ordnung gebracht werden muß, wird es notwendig sein, daß er wahre Umkehr zeigt, ehe ihm der Tempelschein aus-gestellt wird.
Nachdem der Bischof das Interview geführt hat, werden wir auch von einem Mitglied der Pfahlpräsidentschaft in gleicher Weise befragt; erst dann gehen wir zum Tempel.
Belehrung aus der Höhe
Ehe man das erste Mal zum Tempel geht - aber auch dann, wenn man schon viele Male dort war -, tut man gut daran, sich bewußt zu machen, daß die Belehrung dort auf Sinnbildern beruht. Der Herr, der größte aller Lehrer, hat oft auf diese Weise gelehrt.
Der Tempel ist eine große Schule, er ist ein Haus des Lernens. Die darin herrschende Atmosphäre ist ideal für die Belehrung in zutiefst Geistigem. Der verstorbene Dr. John A. Widtsoe vom Kollegium der Zwölf war ein hervorragender Universitätspräsident und Gelehrter von Weltruf. Er hatte sehr viel Achtung vor der Tempelarbeit und sagte einmal:
„Die Tempelverordnungen umfassen den gesamten Erlösungsplan, wie er von den Führern der Kirche immer wieder gelehrt wird, und erhellen vieles, was schwer zu verstehen ist. Um die Lehren des Tempels in das große Schema der Errettung einzufügen, bedarf es keiner Verdrehungen, keines Zurechtbiegens. Daß die Begabung eine in sich geschlossene Philosophie ist, stellt den besten Beweis dafür dar, daß die Tempelverordnungen wahr sind. Außerdem macht diese vollständige Übersicht und Auslegung des Evangeliumsplans den Tempeldienst zu einer der wirksamsten Methoden, um einen wieder an die Gesamtstruktur des Evangeliums zu erinnern.” (Utah Genealogical and Historical Magazine, April 1921, Seite 58.)
Wenn Sie sich beim Tempelbesuch vor Augen halten, daß die Belehrung auf symbolische Weise geschieht, so werden Sie, wenn Sie mit der richtigen Geisteshaltung hingegangen sind, nie von dort fort\ N, gehen, ohne einen tieferen Einblick erhalten zu haben, sich ein wenig mehr erhöht zu fühlen und in der 'Erkenntnis von Geistigem gewachsen zu sein. Die Belehrungsweise ist überragend, sie ist inspiriert. Der Herr selbst, der größte aller Lehrer, hat seine Jünger beständig in Gleichnissen belehrt, wobei ein Sachverhalt, der sonst schwer zu verstehen wäre, durch Worte symbolisch dargestellt wird.
Der Tempel selbst wird zum Symbol. Wenn Sie einen Tempel bei Nacht gesehen haben, voll angestrahlt, dann wissen Sie, wie eindrucksvoll der An-blick sein kann. Das Haus des Herrn, in Licht gebadet, tritt aus der Dunkelheit hervor und wird dadurch zum Symbol der Macht und Inspiration des Evangeliums Jesu Christi, das wie ein Leuchtfeuer dasteht in einer Welt, die immer tiefer in geistige Finsternis versinkt.
Wenn man den Tempel betritt, wechselt man die Straßenkleidung gegen die weiße Kleidung des Tempels. Das geschieht im Umkleideraum, wo jeder einen abschließbaren Schrank und eine separate Kabine bekommt. Im Tempel wird auf Anstand besonderer Wert gelegt. Wenn man seine Kleidung im Schrank einschließt, läßt man alle Sorgen und Ablenkungen dort zurück. Man kommt aus der Kabine, in Weiß gekleidet, und verspürt Einigkeit und Gleichheit; denn alle anderen ringsum sind ja ebenso gekleidet.
Die Siegelungsvollmacht
Wenn Sie vorhaben, im Tempel zu heiraten, möchten Sie vielleicht wissen, was dabei geschieht. Außerhalb des Tempels zitieren wir den Wortlaut der Siegelung (Eheschließung) nicht, aber wir können den Siegelungsraum beschreiben: schön eingerichtet, im Geist ruhig und friedlich, geheiligt durch die Handlung, die dort vorgenommen wird.
Ehe das Brautpaar an den Altar kommt, um gesiegelt zu werden, hat der Amtierende Gelegenheit, ihm einige wertvolle Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Vielleicht bekommt es dabei Worte wie die folgenden zu hören:
„Heute ist Ihr Hochzeitstag, und Sie sind von Ihren Gefühlen überwältigt. Der Tempel ist errichtet worden, damit solche Handlungen in einem Heiligtum vorgenommen werden können. Hier sind wir nicht in der Welt, und die Dinge der Welt haben hier keine Gültigkeit; sie dürfen das, was wir hier tun, nicht beeinflussen. Wir sind aus der Welt weggegangen, um in den Tempel des Herrn zu kommen. Heute ist der wichtigste Tag in Ihrem Leben.
Sie sind geboren worden, hierher eingeladen von Eltern, die eine irdische Hülle bereitet haben, damit Ihr Geist darin wohnen kann. Sie sind beide getauft worden. Die Taufe, diese heilige Handlung, versinnbildlicht eine Reinigung, symbolisiert Tod und Auferstehung und daß wir uns zu einem ganz neuen Leben erheben. Dazu gehören Umkehr und Sündenvergebung. Das Abendmahl dient der Erneuerung des Taufbündnisses, und wir können bei entsprechender Lebensweise Vergebung unserer Sünden erlangen.
Ihnen, dem Bräutigam, ist das Priestertum übertragen worden. Zuerst ist Ihnen das Aaronische Priestertum übertragen worden, und vielleicht sind Sie durch alle Stufen gegangen: Diakon, Lehrer, Priester. Dann kam der Tag, an dem Sie für das Melchisedekische Priestertum würdig befunden wurden. Dieses höhere Priestertum wird als das Priestertum nach der heiligsten Ordnung Gottes bezeichnet, das heilige Priestertum nach der Ordnung des Sohnes Gottes (siehe Alma 13:18; Helaman 8:18; LuB 107:2-4). Sie haben ein Amt in diesem Priestertum erhalten und sind nun Ältester.
Sie haben beide die Begabung empfangen. Dabei sind Sie mit Möglichkeiten für die Ewigkeit ausgestattet worden. Das alles aber ist gewissermaßen nur die Einleitung, die Vorbereitung darauf, daß Sie zum Altar kommen können, um als Mann und Frau für die Zeit und für alle Ewigkeit gesiegelt zu werden. Sie werden jetzt zu einer Familie, haben die Freiheit, Leben zu zeugen, und die Möglichkeit, mit Hingabe und Opferbereitschaft Kinder auf die Welt zu bringen, sie großzuziehen und sicher durch das Erdenleben zu geleiten - sie eines Tages in den Tempel gehen zu sehen wie Sie selbst, um an diesen heiligen Handlungen teilzuhaben.
Sie sind aus eigenem Antrieb gekommen und sind für würdig befunden worden. Einander im Ehebund zu akzeptieren ist eine große Verantwortung, aber sie bringt unermeßliche Segnungen mit sich."
Wenn wir die Tempelarbeit sowohl historisch als auch der Lehre nach verstehen wollen, müssen wir begreifen, was die Siegelungsmacht ist. Wir müssen wenigstens in gewissem Maß verstehen, wie außer-ordentlich wichtig die Schlüsselgewalt zur Ausübung der Siegelungsmacht ist - nicht nur für die Arbeit im Tempel, sondern für alle heiligen Handlungen in der ganzen Kirche, überall auf der Welt.
Die Siegelungsmacht stellt die Übertragung geistiger Vollmacht von Gott auf den Menschen dar. Der Inhaber dieser Vollmacht ist der Hauptvertreter des Herrn auf der Erde, der Präsident der Kirche, und er hat eine Stellung äußersten Vertrauens und höchster Autorität inne.
Wie schon gesagt, sind viele von den Lehren, die sich auf die mehr geistigen Dinge in der Kirche beziehen, besonders auf den Tempel, symbolischer Natur. Wir gebrauchen das Wort Schlüssel sinnbildlich. Schlüssel der Priestertumsvollmacht bedeutet das Ausmaß der Macht, die dem sterblichen Menschen aus dem Jenseits verliehen ist, damit er auf der Erde im Namen Gottes handeln kann. Die Begriffe siegeln, Schlüssel und Priestertum stehen in enger Beziehung zueinander.
Schlüssel der Siegelungsmacht ist gleichbedeutend mit Schlüssel des immerwährenden Priestertums. „Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? .. .
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Matthäus 16:13,16-19.)
Petrus sollte die Schlüssel innehaben; er sollte die Siegelungsmacht haben, nämlich die Vollmacht, auf Erden zu binden - oder zu siegeln - und zu lösen, und dies sollte im Himmel Gültigkeit haben. Diese Schlüssel gehören dem Präsidenten der Kirche, dem Propheten, Seher und Offenbarer, und diese heilige Macht ist jetzt in der Kirche vorhanden. Unter denen, die die Bedeutung dieser Vollmacht kennen, wird nichts mit mehr heiliger Scheu betrachtet, nichts sorgsamer gehütet.
Es gibt auf der Erde immer nur verhältnismäßig wenige Männer, denen diese Siegelungsmacht über-tragen wird - in jedem Tempel gibt es Brüder, die die Siegelungsmacht erhalten haben. Man kann sie nur vom Propheten, Seher und Offenbarer erhalten, der der Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist.
Nachstehend ein klarer Ausspruch über die Siegelungsmacht, die alles bindet, was wir für die Lebenden und die Toten tun.
„Immer wenn die Fülle des Evangeliums auf Erden ist, hat der Herr auch Bevollmächtigte, denen er die Macht gibt, auf Erden zu binden und ewiglich im Himmel zu siegeln. (Siehe Matthäus 16:19; 18:18; Helaman 10:3-10; LuB 132:46-49.)
Alles, was nicht mit dieser Macht gesiegelt worden ist, hat ein Ende, wenn die Menschen tot sind. Wenn auf der Taufe nicht dieses dauerhafte Siegel ruht, bewirkt sie nicht, daß der Mensch in das celestiale Reich eintreten kann; wenn der ewige Ehebund nicht mit dieser Vollmacht gesiegelt wird, vermag er die beiden Eheleute nicht in den höchsten Himmel in der celestialen Welt zu führen. Alles empfängt seine dauernde ksamkeit und G xkeit aufgrund der Siegelungsmacht. Sie ist so weitgespannt, daß sie alle eieiligen Handl nu g ne für die Lebenden und die Toten umfaßt, die Kinder auf der Erde an ihre schon voraus-gegangenen Väter siegelt und die dauerhafte patriarchalische Kette bildet, die unter den Erhöhten ewig bestehen wird.” (Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, Seite 683.)
Wir haben in der Kirche ausreichend Vollmacht, um alle heiligen Handlungen vollziehen zu können, die für die Erlösung und Erhöhung aller Menschen not-wendig sind. Und weil wir die Schlüssel der Siegelungsmacht innehaben, wird das, was wir hier bin-den, auch im Himmel gebunden sein. Diese Schlüssel - nämlich die Gewalt, auf Erden zu siegeln und zu binden, so daß es im Himmel gebunden ist, stellen die allerhöchste Gabe unseres Gottes dar. Mit dieser Voll-macht können wir taufen und segnen, die Begabung spenden und siegeln, und der Herr löst unsere Verpflichtungen ein.
Der Prophet Joseph Smith sagt, ihm sei häufig die Frage gestellt worden: ,,,Können wir denn nicht errettet werden, ohne daß wir alle diese Verordnungen durchmachen?' Meine Antwort ist: Nein, jedenfalls nicht die Fülle der Errettung. Jesus sagte: ,Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.' Der hier gebrauchte Ausdruck Haus hätte mit Reich übersetzt werden sollen; und jeder, der in die höchste Wohnung erhöht wird, muß nach einem celestialen Gesetz V leben, und zwar nach dem ganzen Gesetz." (Lehren des Propheten Joseph Smith, Seite 338.)
Nicht ohne Widerstand
Der Tempel ist das eigentliche Zentrum der geistigen Stärke der Kirche. Es ist zu erwarten, daß der Widersacher alles daransetzt, um uns als Kirche und auch jeden einzelnen von uns in dem Bestreben, an dieser heiligen, inspirierten Arbeit mitzuwirken, zu stören. Gegen die Tempelarbeit richtet sich deshalb soviel Widerstand, weil sie die Quelle von soviel geistiger Kraft der Heiligen der Letzten Tage und der gesamten Kirche ist.
Bei der Grundsteinlegung für den Logan-Tempel sagte Präsident George Q. Cannon:
„Jeder Grundstein, der für einen Tempel gelegt wird, und jeder Tempel, der gemäß der Ordnung errichtet wird, die der Herr für sein heiliges Priestertum offenbart hat, vermindert die Kraft des Satans auf der Erde und vermehrt die Macht Gottes und der Frömmigkeit, bewegt die Himmel zu machtvollem Eintreten für uns und ruft die Segnungen der ewigen Götter und derer, die in ihrer Gegenwart wohnen, auf uns herab.” (Millennial Star, 12. November 1877, Seite 743.)
Wenn jemand in der Kirche Sorgen hat oder ihm eine lebenswichtige Entscheidung auf der Seele lastet, ist es nicht ungewöhnlich, daß er zum Tempel geht. Das ist ein guter Ort, um unsere Sorgen hinzutragen. Im Tempel gewinnen wir eine geistige Perspektive und sind, während des Tempeldienstes, „aus der Welt”.
Manchmal sind wir so sehr mit Problemen überhäuft und werden von so vielen Dingen gleichzeitig in Anspruch genommen, daß wir einfach nicht klar denken und sehen können. Im Tempel aber löst sich, wie es scheint, die Staubwolke der Verwirrung auf, der Nebel und der Dunst lichten sich, und wir können manches „sehen”, was wir vorher nicht wahr-nehmen konnten, und wir finden einen Weg durch die Schwierigkeiten, den wir vorher nicht gekannt haben.
Der Herr segnet uns, wenn wir die heilige Arbeit im Tempel tun. Die Segnungen beschränken sich aber nicht auf den Tempeldienst, sondern erstrecken sich auf unser ganzes Leben.
Kommen Sie zum Tempel
Keine Arbeit bietet dieser Kirche größeren Schutz als die Tempelarbeit und die genealogische Forschung, die sie unterstützt. Keine Arbeit ist dem Geist förderlicher. Keine Arbeit, die wir tun, schenkt uns größere Kraft. Keine Arbeit verlangt mehr Rechtschaffenheit.
Unsere Arbeit im Tempel hüllt uns in einen Schutzschild, und zwar sowohl persönlich als auch die ganze Kirche.
Kommen Sie also zum Tempel - kommen Sie, und erheben Sie Anspruch auf Ihre Segnungen. Es ist eine heilige Arbeit.
Elder Boyd K. Packer, Juni 1992
09:14 - 2008-May-22
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